Aufnahme: 2016 (1)
Mundart-Messe mit vielen Jecken und Tollitäten des Siebengebirges
"Prinzenfedern, 'Ajuja' und Schunkeln in der Kirche - es war wieder so weit: zum 20. Mal feierten die Jecken im Siebengebirge mit Pfarrer Herbert Breuer und Diakon Udo Casel die 'Strücher Mess' in der Thomasberger Pfarrkirche.
Erstmalig gestaltete außer dem Kirchenchor Thomasberg und dem Tambourcorps Siebengebirge auch der Musikzug Bergklänge aus Heisterbacherrott die Mundart-Messe mit. Damit auch jeder folgen konnte, wurde die Messe zweisprachig - in Platt und Hochdeutsch - gefeiert. Majestäten aus Thomasberg, Eudenbach, Vinxel, Bockeroth, Uthweiler, Niederdollendorf und sogar Aegidienberg beteten mit und trafen sich anschließend beim karnevalistischen Frühschoppen im Franz-Unterstell-Saal.
'Här, schenk uns e Hätz vull Sunnesching' betete Pfarrer Breuer zu Beginn der Messe und erzählte in seiner Predigt lauter Witze, um zu zeigen, dass man 'mit Humor leben und Witze machen kann ohne andere zu verletzen'. Das Sanktus wurde zur Melodie vom 'Treuen Husar' gesungen, 'Minsche wie mir' erklang nach dem Friedensgruß und vor der Kommunion schunkelte die versammelte Gemeinde zur 'Geistlichkarnevalistischen Einlage' des Musikzugs Bergklänge 'Leeve Jott wie lieb ich dich' zur Melodie 'Ruut un Wieß wie lieb ich dich'. Bekanntlich geht vielen bei Mundart das Herz auf und damit ist ein intensiveres Beten möglich. Vielleicht ist das das Erfolgsrezept der 'Strücher Mess'. Der erste Vorsitzende der Strücher KG, Willi Weyler, bemerkte jedenfalls zum Abschluss der Messe: 'Ich denke, dat maache mer die nächste Johr widder su.' Anschließend trafen sich die Jecken, Tollitäten, Abgesandten der Karnevalsgesellschaften und Bürgermeister Peter Wirtz bis zum späten Nachmittag beim karnevalistischen Frühschoppen im Franz-Unterstell-Saal. Die Tänzer der Strücher KG, die Wenter Flöhe aus Windhagen und weitere Tanzcorps schmissen die Beine, die Swinging Altstadt aus Königswinter, die Rheinland-Fanfaren Hersel und der Spielmannszug der KG Klääv Botz heizten allen ein und die Tollitäten genossen das närrische Gipfeltreffen."
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