Ecuador-Reise der Tennis-Jugend von GW Gut Buschhof - mit Reisebericht von Barbara Kohl

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Aufnahme: 1985

Ecuador-Reise der Tennis-Jugend von GW Gut Buschhof - mit Reisebericht von Barbara Kohl

Am 26.06.1985 Abflug in Amsterdam. Nach ca. 2-stündigem Flug Zwischenlandung in Madrid. Während unseres Aufenthaltes über 10 Stunden machten wir dort eine Stadtrundfahrt. Das Abendessen und den restlichen Abend verbrachten wir in einem uns zur Verfügung gestellten Hotel.

Um ca. 2 Uhr nachts machten wir uns auf den Weg zum Flugzeug. Mit einem Jumbo überflogen wir den "großen Teich". Bis wir in Panama ankamen, machten wir noch eine kurze Zwischenlandung in Santo Domingo.

Die Zeit (6 Stunden) bis zum Weiterflug verkürzten wir uns mit einer Stadtrundfahrt durch Panama, sowie mit der Besichtigung des berühmten Panamakanals. Leider war zu der Zeit kein Schiff in der Nähe. So zeigte man uns einen Film über  die Funktion der Schleusen.

Nach kurzem Flug in Richtung Ecuador landeten wir in Guayaquil. Hier wurden wir mit Fernsehkameras und Mikrophon empfangen. Noch auf dem Flughafen wurden die ersten Interviews gegeben. Der Trainer des Guayaquil Tennis-Clubs hatte alles  gut durchorganisiert, sodass wir ohne Probleme und Kontrollen das Flughafengelände verlassen konnten. Mit einem alten Bus brachte man uns in den Tennis-Club, in dem die Kinder und Heranwachsenden schon sehnlichst erwartet wurden. Die Zuteilung zu den Familien verlief reibungslos. Wir waren froh, endlich eine Dusche und ein Bett  benutzen zu können.

Am nächsten Tag war wieder Treffpunkt im Tennis-Club, in dem uns alle Einrichtungen zur Verfügung standen. Die kommenden Tage waren mit Tennisspielen, Schwimmen, Sonnen usw. ausgefüllt. Wir lernten auch die anderen Clubs kennen, die außerhalb von Guayaquil lagen.

Im Club National wurden ebenso Turniere gespielt wie in den anderen Clubs. Außerdem stand uns auch der Swimming-Pool zur Abkühlung zur Verfügung. Auf den Bäumen konnten wir sogar Leguane betrachten.

Der nächste Abstecher ging in den Country-Club. Dieser ist der schönste und größte Club von allen. Neben einem Swimming-Pool und Tennisplätzen konnten wir hier die Reit- und Golfanlage benutzen. Unter fachlicher Leitung versuchten wir uns im Golf spielen, wobei wir viel Spaß hatten, da wir einige Male über die Bälle schlugen. Natürlich war für die Verköstigung sowie für die Getränke in allen Clubs gesorgt. Den Abschluss in Guayaquil bildete eine Busfahrt nach Sabinas, einem Badeort am Pazifik. Leider ließ das Wetter an diesem Tag zu wünschen übrig. Da es ziemlich kühl war, nahmen wir von einem Bad sowohl im Swimming-Pool als auch im Pazifik Abstand.

Nach dieser schönen Zeit wechselten wir den Ort. Wir flogen von Guayaquil nach Quito, wo wir ebenso herzlich empfangen wurden. Auch hier waren alle bei Familien untergebracht. Ebenso wie in Guayaquil wurde auch in Quito in verschiedenen Clubs Tennis gespielt. Die anderen Einrichtungen wie Swimming-Pool, Sauna sowie Billard und Tischtennis standen uns zur freien Verfügung. Bei einer Stadtrundfahrt kamen wir u.a. auch zum Äquator; an diesem Punkt ist ein riesiges Monument erbaut.

Ein Abstecher per Bus nach Ibarra, wo wir in einem Hotel übernachteten, zeigte uns die Landschaft um Quito. Von dort machten wir Abstecher zu einem Kratersee und in verschiedene kleinere Orte, in denen man Leder, Wolle und Holzsachen preiswert kaufen, konnten. Beim Besuch auf einer Hacienda, auf der wir zu Mittag aßen, konnten wir eine folkloristische Darbietung miterleben.

Zurück in Quito empfing uns Herr Mertins, der es sich nicht nehmen ließ, uns zum Essen einzuladen und den Abend mit uns zu verbringen. Am darauffolgenden Abend hatte Herr Mertins ein Essen mit den Gastgebern und uns arrangiert. Nach dem Abflug von Herrn Mertins stand ein Besuch im Urwald auf dem Programm. Alleine die Busreise dorthin war schon eine Attraktion. Über holprige Wege ging die Fahrt durchs Hochgebirge (4.500 m ca.) wieder talwärts durch Tropen- und Regenwälder mit üppiger Vegetation. In einem Urwaldort, in dem wir Zwischenstation machten, konnte man eine Kleinigkeit essen und trinken.

Bei einem Aufenthalt an einer Barriere musste der Busfahrer einen Reifen wechseln, der unterwegs geplatzt war. Der Reservereifen, den er hervorholte, hatte ebenso ein Loch wie der andere, nur war dieses Loch nicht ganz so groß. Nach 9-stündiger Fahrt erreichten wir unser Ziel Lago Agrio. Dieses Camp war für die Arbeiter errichtet worden, die im Urwald nach Öl bohren. Hier fehlte es an Nichts. Die Mahlzeiten wurden in einer Kantine eingenommen, in der man sich selbst bediente. Hier musste keiner hungern. Schon zum Frühstück gab es warme Mahlzeiten. Natürlich auch Brot, Butter usw.

Nach dem Abendessen gab es viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Im Kino wurde jeden Tag ein Film gezeigt. Auf der Bowlingbahn konnten wir eine Kugel schieben. Im Billardraum wurden die kleineren Kugeln gestoßen. Außerdem gab es einen Raum, in dem man Karten spielen konnte, oder man setzte sich gemütlich in die Bar. Die Ausflüge in den Urwald, bei denen wir u. a. eine Bootsfahrt auf dem Rio San Miguel unternahmen und in Kolumbien an Land gingen, waren schon beeindruckend.

Ebenso unsere Fahrt zum Rio Napo. Hier machten wir einen kleinen Abstecher zu Fuß in den Urwald, in dem wir die Pflanzen- und Tierwelt genauer betrachten wollten. Aber uns begegneten nur kleine Tiere, wie Ameisen usw.. Die Schlangen  hatten es vorgezogen, sich nicht sehen zu lassen.

Bei der Rückkehr ins Camp zogen wir uns in die Quartiere zurück. Hier stand uns ein großer Wohnraum zur Verfügung, in dem die Jugendlichen und Heranwachsenden auf Matratzen auf dem Fußboden, sowie auf Sesseln und Couchen schliefen. Zusätzlich bewohnten wir zwei Räume mit je einer Dusche. Diese teilten wir uns mit 21 Personen. Die Rückfahrt erfolgte wieder in einem Bus, in dem auch Hühner mitreisten. Die letzten Tage in Quito vergingen wie im Flug.

Quelle
Clubheft 1985 Tennisclub Grün-Weiß Gut Buschhof
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Vereine Thomasberg
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