Aufnahme: 1981
Tenniscenter Gut Buschhof in festlichem Rahmen eröffnet
"Darauf hatten sich die Mitglieder des Tennisclubs Grün-Weiß — und darüber hinaus viele Tennissportler im Siebengebirgsraum — schon lange gefreut: Ende September konnte die von der Firma Merex AG erbaute Tennishalle auf Gut Buschhof ihrer Bestimmung übergeben und in festlichem Rahmen eingeweiht werden.
Während auf den Plätzen noch ein Eröffnungsturnier für Herren-Doppel lief, zu dem 14 Tennisvereine aus dem Bonner und Siebengebirgsraum ihre besten Paarungen entsandt hatten, übergab Architekt Wolfgang Kaiser dem Chef der Merex, Gerd Mertins, in Anwesenheit vieler in- und ausländischer Prominenz und Tennisfreunde aus nah und fern eine der schönsten Tennisanlagen des Rheinlandes mit ihren Sportstätten und gastronomischen Gesellschaftsräumen.
Architekt Kaiser erinnerte an die vielen Schwierigkeiten, die dem Bau entgegenstanden, und dankte allen am Bau beteiligten Firmen und Dienststellen. Zufrieden äußerte er sich darüber, daß auch die Verkehrserschließung zum Gut Buschhof rechtzeitig fertiggestellt werden konnte. In diesem Zusammenhang galt ein Dank den Anliegern für ihr Verständnis während der Bauzeit.
Dem Wunsche des Architekten, die neue Anlage möge ein Ort der Kommunikation und der Begegnung im sportlichen Geist sein, schloß sich auch Gerhard Mertins an, der nebst Gästen aus vieler Herren Länder auch Bürgermeister Günter Hank herzlich willkommen hieß und einen herzlichen Applaus für die Stadt Königswinter anregte, die dieses Projekt nach Kräften förderte. Erfreulich sei, betonte Mertins, das gute Verhältnis der Königswinterer Tennisclubs untereinander, und diese neue Halle werde mit dazu beitragen, insbesondere die Kontakte unter der jungen Generation zu vertiefen.
'Dieser Mann hier hat bewiesen, daß man mit seinem Geld auch etwas für die Allgemeinheit tun kann', begann Bürgermeister Hank seine Laudatio auf den Erbauer des Buschhofer Tenniscenters. Dafür gelte ihm der Dank der Stadt Königswinter und ihrer sporttreibenden Jugend. In der Stadt gebe es 1500 Tennisbegeisterte, also fünf Prozent der Bevölkerung, ein Beweis, wie sehr Tennis Breitensport geworden sei. Hank dankte insbesondere namens der Königswinterer Jugend für diese 'Stätte der sportlichen Begegnung'. Als Geschenk überreichte er 'aus dem kleiner gewordenen Verfügungsfonds des Bürgermeisters' 12 Hallen-Tennisbälle.
Grün-Weiß-Vorsitzender Hans Georg Gilka sah in dem Neubau 'einen Meilenstein im Leben unseres Club-Präsidenten'. Sein Dank galt Mertins als Präsident und Freund gleichermaßen, verbunden mit dem Wunsch, das mit sechs Plätzen und drei Squash-Boxen ausgestattete Tenniscenter möge zu einem 'Mekka der Tennisspieler' werden.
Der Vorstand hatte sich für diesen Anlaß ein beziehungsreiches Geschenk ausgedacht: Der Vorsitzende übergab dem überraschten Präsidenten zahlreiche Fahnen: die Fahne der Stadt Königswinter ('für die Ranch in Durango'), Club-, Nordrhein-Westfalen- und Europafahne für die neue Halle, und die Fahnen der USA und Mexikos, der Wahlheimat der Familie Mertins.
Am Eröffnungstag gab es ein mit viel Begeisterung aufgenommenes Rahmenprogramm. Tennislehrer aus Amerika, Jugoslawien und Ägypten erteilten kostenlosen Unterricht, man sah Spiele der Junioren und ein Damen-Doppel und schließlich als Krönung des sportlichen Parts ein Einladungsturnier, das erst gegen Mitternacht zu Ende ging mit anschließender Siegerehrung durch Präsident und Veranstalter. Sieger des Turniers und damit Gewinner des von Gerhard Mertins gestifteten Wanderpokals wurde die Paarung A. Schröter / P. Michel vom T.C. Hangelar. Den zweiten Platz holten sich Sascha Schülgen / Mr. Evans (Blau-Gold Bonn / Grün-Weiß Gut Buschhof), und auf Platz drei placierten sich A. Dinning / Nicki Marschand (T.C. Blau-Weiß Siegburg). Den unterhaltenden Teil hatten 'The Detonators' übernommen, eine Musikband der Luftwaffe, die unermüdlich zum Tanze auf spiegelglattem Parkett aufspielte."
Foto unten (v. l.): Hans Georg Gilka, Gerd Mertins und Günter Hank
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