Aufnahme: 1972
Tambourcorps Thomasberg
Mit diesen einleitenden Worten zu unserem Feste soll keine großartige Rückschau auf die geleistete Arbeit verbunden sein nach der Art der Reden, die bei Jubilarfeiern gehalten werden.
Hier wird eine Gemeinschaft ein halbes Jahrhundert alt, die über Jahrzehnte mit der Musik und den Veranstaltungen Freude geschenkt hat und darüber hinaus echtem rheinischem Brauchtum verpflichtet war.
Gerade die heutige Zeit bringt den Menschen sehr leicht in eine Isolierung - der Abstand zum Nächsten wird größer als früher.
In unserem Vereinsleben, in dem sich jüngere und Ältere harmonisch ergänzen, findet man sich zu gemeinsamem Tun und zu einer Kameradschaft, die über das reine Vereinsleben hinausgeht.
Darin liegt vielleicht auch das Rezept, daß der Verein so aktiv ist und in vielen Wettbewerben;. die über die Grenzen des Heimatgebietes hinausgingen, so erfolgreich war. Auf diese Erfolge dürfen wir mit Recht stolz sein.
Der Dank an alle Aktiven und Inaktiven sei an dieser Stelle ausgesprochen. Dank auch an alle Gönner und Förderer unseres Vereins.
Möge das Tambour-Corps auch in der kommenden Zeit unter einem guten Stern stehen.
Das ist unser aller Wunsch.
Josef Büsgen (Erster Vereinsvorsitzender und Tambourführer)
Josef Mehren 1. Vorsitzender u. Tambourführer
(Eine Chronik in Stichworten)
50 Jahre Tambourcorps Königswinter-Thomasberg
Schon vor dem Gründungsjahr 1922 schlossen sich einige musikfreudige junge Männer unter der Leitung von Josef Büsgen zusammen und erlernten das Spielen mit Trommel und Flöte. Es war damals eine Abteilung des Turnvereins. Doch 1922 gründete man einen eigenen Verein, der sich Tambour-Sport-Corps „Siebengebirge" Thomasberg nannte. Erster Vor¬sitzender und Tambourführer wurde Josef Büsgen, er leitete auch die Ausbildung. Der damalige Aufbau des Corps war begleitet von einer wirtschaftlich schlechten Zeit und der Inflation. Nur mit äußerster Energie und kameradschaftlichem Zusammenhalt war es einer verschworenen Gemeinschaft möglich, die Probleme zu meistern und in wenigen Jahren ein beachtliches und gut ausgerüstetes Corps aufzubauen. Auch machte der Spielmannszug weit über Thomasberg hinaus von sich reden. Viele Preise und Auszeichnungen wurden erspielt. In den Jahren zwischen 1934 und 1938 wurde dann aus dem Corps ein jugendlicher Spielmannszug, dem wiederum Josef Büsgen vorstand und ausbildete. Durch den 2. Weltkrieg kam der Spielbetrieb zum Erliegen und bereits im Jahre 1948 reifte der Plan zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes und im selben Jahr konnte noch mit der Ausbildung begonnen werden und in kürzester Zeit trat das neu geschaffene Corps an die Öffentlichkeit. Wiederum war es derselbe Mann (Josef Büsgen), der in aufopferungsvoller Arbeit mit viel Mühe und Umsicht ein gut ausgebildetes und ausgerüstetes Corps schuf.
Mitte der fünfziger Jahre wurde der Vorsitz von Josef Mehren übernommen. Im Geiste seines Vorgängers führte er den Spielmannszug zu seiner heutigen Stärke. Unter der Stabführung von Josef Mehren wurden in den vergangenen Jahren viele Erfolge bei Freundschaftstreffen und Wettstreit erspielt.
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