Abgebildete Personen
Aufnahme: 1951
Vorletztes Meisterschaftsspiel gegen Derschlag
Im März 1951 bestritt der TuS Thomasberg sein vorletztes Saisonspiel gegen den TuS Derschlag, der nach einem äußerst spannenden Spielverlauf mit 7:6 besiegt wurde.
Anschließend war in der Montagsausgabe der Bonner Rundschau folgender Spielbericht unter der Überschrift "Thomasberg vor der Meisterschaft" zu lesen:
"Es waren erstens 'Fortuna', zweitens der ungestüme Angriffsgeist und drittens der Derschlager Torhüter, die den Thomasbergern den Weg zum Gruppensieg und zur Oberliga ebneten. Am Anfang sah es bedrohlich für die Siebengebirgler aus. Derschlag kombinierte flüssiger und überlegter, aber Röttgen warf trotzdem mit einem plazierten Strafwurf den Führungstreffer. Das war überhaupt (außer dem Schlamm) bezeichnend für diesen Kampf: Strafwürfe! Nicht, daß unfair gespielt worden wäre, aber beide Mannschaften waren außergewöhnlich nervös. Etwa zehn Minuten vor dem Wechsel legte Thomasberg ein Tempo vor, wie man es selten gesehen hat, und konnte daher mit einem verdienten 3:2 in die Halbzeit gehen. Nach Wiederbeginn fielen die Tore im Wechsel, aber immer war Thomasberg im Glück und lag vorne. Zehn Minuten vor Schluß schuf der gefährliche Strafwurfspezialist Heitmann nach dem 5:5-G!eichstand mit 6:5 die bedrohlichste Situation des Spiels. Aber Thomasberg hatte die Kraft, gleichzuziehen. Mehren stellte fünf Minuten später den Sieg sicher. Die Torschützen der Siegermannschaft waren Röttgen (4), Mehren (2) und Bröhl. Es war eine schöne sportliche Geste, daß der Derschlager Mannschaftsführer nach dem Spiel mit einem Blumenstrauß zum voraussichtlichen Aufstieg gratulierte."
Dieser Gratulation schloss sich ein Offizieller des TuS Derschlag an, der den Mannschaftskapitän der Thomasberger, Heinz Bellinghausen, zum errungenen Sieg beglückwünschte (Foto oben).
Ein Blick auf die unten stehende Tabelle macht deutlich, dass die Thomasberger nach diesem gewonnenen Spiel kurz vor dem Aufstieg standen. Nur noch ein Sieg im Nachholspiel beim Tabellenvorletzten VfL Poppelsdorf fehlte, um in die damals höchste Spielklasse im Feldhandball aufzusteigen.
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