Geschwister-Riege auf dem Bauernhof Schonauer

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Aufnahme: 1937

Geschwister-Riege auf dem Bauernhof Schonauer

Im Jahre 1937 trafen sich die Geschwister Schonauer, die mittlerweile alle geheiratet hatten. In der unten dargestellten Ahnentafel sind neben den 6 Geschwistern auch deren Eltern und Großeltern aufgeführt.

Margareta, die jüngste der Schonauer-Schwestern, blieb im Elternhaus mit ihrem Ehemann Johann Losem wohnen, mit dem sie sich 1917 vermählt hatte. In ihrer Heiratsurkunde sind die Berufsbezeichnungen Schneider und Näherin für die beiden Eheleute zu finden. Man kann davon ausgehen, dass nach dem Tod von Christian Schonauer im Jahre 1926 die Landwirtschaft auf dem Hof nicht mehr intensiv betrieben worden ist.

Die Eltern von Johann Losem - Peter und Anna Maria Losem geb. Schneider - wohnten bis zu ihrem Tod auch in Heisterbacherrott. Peter Losem war als Steinbruchaufseher tätig, wie aus der Heiratsurkunde seines Sohnes hervorgeht.

Elisabeth, die zweitjüngste der Schonauer-Schwestern, hatte 1912 Peter Burgwinkel geheiratet und wohnte mit ihm und den Kindern in Hartenberg.

Die beiden Schwestern Catharina und Anna hatten auch geheiratet, wobei die Namen der Ehemänner nicht bekannt sind und einer der beiden laut Totenzettel von Christian Schonauer 1918 im 1. Weltkrieg gefallen war.

Heinrich, der jüngste der Schonauer-Brüder, wohnte im "Haus Schonauer" (auf dem unteren Foto am linken Bildrand) neben dem damaligen Jägerhof mit Ehefrau Katharina geb. Mohr und den Kindern. Dieses Haus wurde 1985 zusammen mit dem Jägerhof abgerissen.

Der älteste der beiden Brüder, Peter Schonauer, hatte 1918 die Witwe Katharina Buchholz geb. Staffel geheiratet. Beide führten in der Winkelstraße, früher Gässchen genannt, ein Kolonialwarengeschäft.

In der Siebengebirgs-Zeitung vom 12. Oktober 1973 schrieb Günther Steeg über den Werdegang des Geschäftes von der Gründung im Jahre 1888 bis 1973, als der EDEKA-Supermarkt neben der Heisterbacherrotter Kirche von Christian Schonauer jun. eröffnet wurde:

"Sehr interessant ist die Vergangenheit des Geschäftes Schonauer seit 1888 bis zum heutigen Edeka-Supermarkt. Im besagten Jahr 1888 gründete der damalige Bauunternehmer und Sparkassenrendant Peter-Josef Mohr in der heutigen Winkelstra&e, früher 'Gäßchen' genannt, eine Handlung für Kolonialwaren. Noch im gleichen Jahre verkaufte er das Anwesen an die Eheleute Buchholz. Peter Buchholz gliederte 1913 diesem Geschäft eine Schreinerei an. Vier Arbeiter konnten angestellt werden. Bereits 1914 aber wurde Peter Buchholz zu den Waffen gerufen und fiel noch im gleichen Jahr bei der Schlacht bei Sedan. Die Witwe Buchholz ehelichte 1918 Peter Schonauer, der eine Handlung für Petroleum, 'Flöns' (Blutwurst), Strangtabak, Kautabak und Spezereien anfügte. Auch Manufakturwaren (Textilien) wurden verkauft.

1919 bereits vergrößerte Peter Schonauer das Geschäft von 12 auf 30 Quadratmeter Ladenfläche und gliederte eine Baustoff- und Produktenhandlung an. In den folgenden Jahren wurden auch Obst und Gemüse und schließlich auch Frischfisch verkauft. Spirituosen kamen hinzu. Seit 1953 auch Frischmilch.

Der heutige Inhaber, Christian Schonauer, fährt noch heute jeden Tag die Milch zu den Kunden — einmalig in unserem Raum. Schon immer war es der Wunsch von Christian Schonauer, das Anwesen zu vergrößern. Ein Grundstück in der Ölbergstraße war bereits gekauft, als er von dem Bau des Supermarktes hörte. Er bewarb sich und sein Wunsch nach einem großen Geschäft wurde erfüllt. Nach 85 Jahren wurde nun das Geschäft in der Winkelstraße geschlossen. Christian Schonauer hat einen doppelten Grund sich zu freuen: Zugleich mit der Geschäftsübernahme ist er 50 Jahre Mitglied der Edeka-Genossenschaft.

Das neue Geschäft hat eine Verkaufsfläche von 300 qm und ist nach den modernsten Richtlinien ausgestattet. Aus einer Lautsprecheranlage werden die Kunden mit Musik unterhalten. Leicht verderbliche Ware, die im Keller lagert, kann mittels eines Aufzuges hochgeholt werden.

Für motorisierte Kunden stehen 10 Einstellplätze für Pkw zur Verfügung. Zugleich mit dem Neubau wurde der gefährliche Engpass am Weg nach Thomasberg beseitigt.

Zu einer Eröffnungsfeier hatten sich zahlreiche Ehrengäste eingefunden. Sie alle wünschten Christian Schonauer und seiner Familie viel Erfolg."

Quelle
Chronik der Familien Krebs, Schonauer und Buchholz
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Krebs (Fotos) / Clemens Bröhl (Ahnentafel)
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