Aufnahme: 2012

Konservendosenmaschine

Noch bis Anfang der 1950er Jahre sind auf dem Land Hausschlachtungen durchgeführt worden. Das gekochte Fleisch wie auch die selbstgemachte Wurst wurden in Dosen eingeweckt. Da es zu teuer war, immer neue Dosen oder Einmachgläser zu kaufen, sind so weit wie möglich immer wieder die gleichen Dosen verwendet worden.
Hier kam nun diese Maschine zum Einsatz.
Bevor eine Neubefüllung erfolgte, wurde in einem Arbeitsgang der alte gebördelte Rand mit einer hierfür an der Maschine angebrachten Schneidevorrichtung abgetrennt und der entstandene scharfkantige Dosenrand um 90 Grad in einer Breite von ca. 5mm nach außen abgewinkelt. Entsprechend vorgefertigte Dosendeckel musste man sich vorher besorgen.
War die Konservendose gefüllt, kam der neue Dosendeckel auf die Dose und eine entsprechende Vorrichtung an der Maschine drückte Dosenrand und Deckel zusammen, wodurch die Dose neu gebördelt und damit luftdicht verschlossen wurde.
Dieses Konservendoseneinmachen hatte den Vorteil, dass  alles vor dem Einwecken abgekocht und fertig gemacht werden konnte.

Wurde im hiesigen Agrarbereich bis Anfang der 1950er Jahre verwendet.

Quelle
Oberhauer Sammler-Scheune
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